Großes Blutbild beim Hund: Alle Werte einfach erklärt
Von Leukozyten bis ALT – was die wichtigsten Werte im Befund bedeuten.
1. Das rote Blutbild (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit)
Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) transportieren Sauerstoff durch den Körper. Niedrige Werte deuten auf eine Anämie (Blutarmut) hin, während erhöhte Werte meist auf Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) hinweisen.
- Erythrozyten (RBC): Sauerstofftransport
- Hämoglobin (HGB): Roter Blutfarbstoff
- Hämatokrit (HCT): Anteil fester Blutbestandteile im Gesamtvolumen
2. Das weiße Blutbild (Leukozyten & Differenzialblutbild)
Die weißen Blutkörperchen bilden die Abwehrfront des Immunsystems. Bei bakteriellen Infektionen, Entzündungen oder Stress steigen Leukozyten häufig an.
- Segmentkernige Neutrophile: Abwehr von Bakterien
- Lymphozyten: Immunantwort & Virenabwehr
- Eosinophile: Reagieren auf Allergien & Parasiten
3. Wichtige Organwerte (Leber & Niere)
Werte wie ALT, GLDH, Kreatinin und Harnstoff geben Aufschluss über die Funktion der inneren Organe. Leichte Abweichungen müssen nicht sofort eine schwere Krankheit bedeuten, erfordern aber oft eine Verlaufskontrolle.
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Häufige Fragen zu diesem Thema
Wie oft sollte beim Hund ein Blutbild gemacht werden?
Bei gesunden jungen Hunden reicht oft ein Check-up alle 1-2 Jahre. Ab dem 7. Lebensjahr empfiehlt sich ein jährliches Senioren-Blutbild.
Muss der Hund vor der Blutentnahme nüchtern sein?
Ja, meist sollte der Hund 12 Stunden vor der Blutabnahme nichts fressen, damit Triglyzeride und Glukose nicht verfälscht werden. Wasser darf getrunken werden.